Moxibustion - was ist das?


MoxibustionDie Moxibustion ist eine kombinierte Form der Wärme- und Pflanzentherapie, wie sie in allen Kulturkreisen bei den medizinischen Heilmethoden Anwendung gefunden hat. In China und Japan ist sie seit über 2000 Jahren nachweisbar und nimmt dort in der Heilkunde immer noch einen großen Raum ein. Aber auch in der traditionellen abendländischen Medizin gibt es frühe Hinweise auf heilende Wärmeanwendungen, z.B. bei Hippokrates:
„Was Arznei und Messer nicht heilen, heilt das Feuer.“*

Die Blätter der Pflanze Beifuß (Artemisia vulgaris) werden gut getrocknet und abgelagert und dann in Form eines Pulvers zu Moxa-Kegeln, -Kugeln oder -Zigarren verarbeitet. Moxa-Kegel werden indirekt (mit Salz oder Ingwerscheiben als isolierende Zwischenlage) auf die Haut des Patienten appliziert und kontrolliert bis zu 2/3 heruntergebrannt. Moxa-Zigarren werden bestimmenden Arealen des Körpers angenähert, um heilende Wärme zu übertragen.
Auch auf spezielle Akupunkturnadeln können glimmende Moxahütchen aufgesetzt werden.
Wird die Wärme als störend empfunden, wird die Behandlung beendet.

Meist wird neben der Moxibustion eine Akupunktur durchgeführt, da hierdurch positive, sich gegenseitig steigernde Effekte entstehen. Die Auswahl der Moxapunkte wird immer nach der traditionellen chinesischen Medizinlehre getroffen. Demnach wird die Moxibustion vor allem angewendet bei:

● Erkrankungen des Bewegungsapparats in Zusammenhang mit Kälte
● Erschöpfungszuständen
● Schwächezuständen


Was Sie wissen müssen:

Ziehen Sie sich nach der Behandlung warm an und ruhen Sie sich aus. Vermeiden Sie für einige Stunden anregende Getränke und Speisen sowie Stress.

Sie erhalten in der Praxis schriftliches Informationsmaterial!


* zitiert z .B. in Melchart: „Naturheilverfahren.“ Schattauer Verlag, 2008.

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